Nach kleineren Wartungsarbeiten an den Wasserleitungen und Dieselfiltern sind wir schließlich mit teils neuer Besatzung, bestehend aus Klaas, Dimi, Felix und Jürgen am 1. November aus Las Palmas Richtung Kapverdische Inseln aufgebrochen.
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Am ersten Tag herrschten Windgeschwindigkeiten von durchschnittlich 25 Knoten, in Böhen 28, die uns auf unserem Am Wind Kurs gute Fahrt machen ließen.
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Plötzlich waren alle an Bord, die komplette Mannschaft „All Hands,“ wie es heißt, doch nicht um etwa um ein Manöver durchzuführen, sondern um Fotos zu schießen. Wale kreuzten unseren Kurs. Für den größten Teil der Crew war dies eine ganz neue Erfahrung, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden. Nach den Walen stand der Nachtwache noch ein weiteres Zusammentreffen mit Meeresbewohnern bevor, diesmal waren es Delphine. Für zwanzig Minuten hatten Klaas und Jürgen das Vergnügen mit ihnen zu segeln. Die so genannte „Hundewache,“ prinzipiell die Unbeliebteste wurde dadurch zur wahren Freude und ist seither heiß begehrt.
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So ging es stetig weiter nach Süden. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf diesem Teil des Atlantischen Ozeans, der schon von den Römern den Beinamen „Dunkelmeer“ erhielt, war vor allem für die Neuankömlinge an Bord sehr beeindruckend. Dunkel war es zwar nicht, doch es ließen sich häufig Staubwolken und Nebel beobachten, welche ihm diesen Namen eingebracht haben.
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Sind planmäßig, gesund und munter, am Morgen des 8. November in Sal angekommen. Nach sieben Tagen auf See freuten sich natürlich alle auf ihren ersten Landgang und den ersten Kontakt, für diese Crew zumindest, mit der einheimischen Bevölkerung. Im Zuge dessen wurden auch Tauchgänge und kurze Expeditionen vorbereitet.
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Dann war es so weit, die Taucher gingen runter auf 30 Meter, und kehrten mit phantastischen Aufnahmen zurück. Die Höhlentauchgänge waren für die Crew und nach eigener Angabe auch für die Taucher der interessanteste Teil dieser Expedition. Für die Schiffsbesatzung weil wir bis auf acht Metern an steile Felswände ran mussten, und für die Taucher weil sie in ein erstaunlich großes Höhlensystem vordringen und es filmen konnten.
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Nach Abreise der Taucher ging der Stress erst richtig los, Proviant. In Cabo Verde, gibt es leider nicht die selben Versorgungsmöglichkeiten wie in Europa, da muss man, also Caro, sehr einfallsreich an die Sache rangehen. Mit dem Dingi wurde also den ganzen Morgen über Wasser und die verschiedensten Nahrungsmittel zur Aldebaran geschafft. Also, vier Mann laden das Dingi voll, wirklich voll, und einer fährt es, unter den staunenden Augen des ganzen Dorfes, erstaunt darüber das es nicht umkippt zum Boot. Die ganze Prozedur wiederholte sich einige male, bis wir uns für die Passage über den Atlantik genügend eingedeckt sahen. Verhungern wird keiner, das ist sicher.
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Nach einem kleinen Zwischenstopp auf Sao Nicolau, einer der grünen Kapverdischen Inseln, sind wir nun auf Sao Vicente in Mindelo angekommen. Hier hat die ALDEBARAN noch ein letztes mal vor Anker gelegen und alles überprüft, bevor es dann los ging, auf den Atlantik, mit dem Ziel Dominica. Bis auf Martin ist das für uns alle die erste Atlantiküberquerung, und somit ein großer Schritt. Wir nehmen es nicht auf die leichte Schulter, weil es schon viele vor uns vollbracht haben, aber wir freuen uns allesamt darauf und können es kaum noch erwarten.
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