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Mitte Februar konnte die Crew die ALDEBARAN endlich in Beaumont (Texas) in Empfang nehmen. Nachdem die Crew zunächst Bekanntschaft mit der Port Authority, dann mit der Immigration und schließlich mit dem Zoll gemacht hatte, durfte die ALDEBARAN endlich auch besichtigt werden. Kapitän Lau und seine Mannschaft von der BBC Elbe der Reederei Briese haben uns anschließend sicher ins Wasser gesetzt und einige Crewmitglieder wären lieber mit der ALDEBARAN mitgefahren. Zum Glück haben die Seeventile die Strapazen gut überstanden, die Maschine sprang gleich an und ALDEBARAN motorte zum Port Arthur Yacht Club, etwa 25 Seemeilen südlich von Beaumont (Texas).


Da die ALDEBARAN mit verschiedenen Schiffen und unterschiedlicher Ladung den Atlantik überquert hatte, hinterließ der Transport doch seine Spuren. Zunächst musste sie von Schimmel und keimendem Getreide befreit werden, bevor die Crew mit verschiedenen Reparaturen und der Inbetriebnahme der unterschiedlichen Geräte beginnen konnte. Mit Hilfe der Werft, die gegenüber des Yachtclubs liegt, hat Bill mit seinem Kran den Mast der ALDEBARAN gestellt. Inzwischen ist das Rigg getrimmt und die Segel sind angeschlagen. Nun segelt sie wieder! Bei einem kleinen Probeschlag auf dem Sabine Lake wurden Rigg und Segel geprüft und ein wenig Segelluft geschnuppert. Die Liste mit den ausstehenden Reparaturen wird kürzer, der Proviant für die Überführung ist bereits verstaut und die vierköpfige Crew freut sich auf die Überfahrt nach Belize.

Unterwegs auf dem Intercoastal!
Morgan City, Louisiana am 25. Februar 2008.
Die ALDEBARAN ist nun unterwegs auf dem Intercoastal Waterway (ICW). Da im Golf von Mexiko unzählige kleine und große Bohrinseln liegen, von denen viele unbeleuchtet sind, und die Hauptwindrichtung Süd-Ost ist, haben wir uns entschlossen uns eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen, in dem wir den ICW ostwärts fahren. Im Osten ist der Bohrinselstreifen schmaler und wir haben den Wind nicht genau gegenan.
Zu fünft sind wir nun unterwegs, haben die letzten Geräte in Betrieb genommen und beseitigen die letzten kleinen Baustellen. Nachts suchen wir uns geschützte Seitenarme oder abgelegene Stege, Yachthäfen sucht man hier vergebens. Auf dem ICW sind unzählige Schuber unterwegs und wenige Angler, jedoch kaum Sportboote. Gestern haben wir das bisher einzige andere Segelboot getroffen. Die Wasserstrasse hier ist stark befahren, sonst gibt es nichts, ab und zu mal eine Raffinerie, keine Orte, keine Häfen, keine Versorgung, nichts … außer den 1000000000000 Mücken, wenn es nicht noch viel mehr sind :-) .
Nach dem angekündigten Winddreher wollen wir uns dann endlich hinaus auf den Golf wagen und uns auf den Weg nach Belize machen.




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