PM 08/08/2007

„Forschen auf See“ – schönstes Erlebnis für Schüler

Forschung über Seehunde, exotische Nordsee-Einwanderer und den Klimawandel beim Meereswettbewerb
Hamburg, 8.08.2007 – „Es war das schönste Erlebnis in meinem Leben“, schwärmt Nils Rottgart am Ende seiner Forschungsreise an Bord der ALDEBARAN. Zusammen mit seinen Mitschülern untersuchte Nils im Rahmen des Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ rund um Helgoland den Bestand von Seehunden und Kegelrobben, die der Schüler beim Tauchen fast berühren konnte. Alle fünf Schülerteams des Meereswettbewerbs bearbeiten Meeresthemen in Nord- und Ostsee wie z.B. die Elbvertiefung oder exotische Einwanderer. Statt Schulalltag können die Nachwuchsforscher auf ihren Expeditionsreisen zum ersten Mal echte Forscherluft schnuppern und einen Eindruck vom Leben als Wissenschaftler bekommen. Noch bis zum 17. August werden die Nachwuchsforscher im Auftrag des Hamburger Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften auf ihren einwöchigen Forschungsexpeditionen ihre Experimente unter Anleitung eines erfahrenen Wissenschaftlers durchführen.

Derzeit untersucht die Schülergruppe der Geschwister Prenski Schule aus Lübeck zusammen mit der Meeresbiologin Dr. Susanne Diederich vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, ob die heimische Miesmuschel noch eine Chance hat, sich gegen die eingeschleppte Pazifische Auster durchzusetzen. Die Schüler untersuchen die Miesmuschel- und Austernbestände auf verschiedenen Wattflächen entlang der Nordseeküste zwischen Sylt und Büsum. Am Beispiel einer Rotalge wollen die Schüler des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums aus Lübeck in der Ostsee herausfinden, wie das Ökosystem durch die Klimaveränderung beeinflusst wird und ob sich auch die Artenverteilung im Meer verändert.

Das Bord- und Forscherleben und die Bedienung der wissenschaftlichen Messgeräte wie Wasserschöpfer, verschiedene Sonden und Mikroskop ist für die Schüler eine ganz neue Erfahrung. Auch das Manövrieren des Schiffes in schwierigen und flachen Gezeitengewässern und das „Trockenfallen“ auf Sandbänken sowie Landausflüge ins Watt sind ein außergewöhnliches Erlebnis. Wissenschaftlich auf dem Meer zu arbeiten ist nicht nur aufregend sondern auch anstrengend. Die Schüler müssen früh aufstehen, segeln, messen, Ergebnisse archivieren, kochen, ihr Internet-Tagebuch schreiben und aufräumen. An Bord der ALDEBARAN lernen die Schüler fürs Leben, neben dem Forschen auch soziale Kompetenz und Flexibilität. Ihr Ziel lässt die engagierten Schüler nicht müde werden: Mit ihren Untersuchungen und eigens entwickelten Projekten möchten sie an der Erforschung und Erhaltung unserer Meere mitwirken und viele von ihnen haben nun den Wunsch selbst Meeresforscher zu werden.

Der Meereswettbewerb ist ein Projekt des Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften und findet unter der Schirmherrschaft der Hamburger Senatorin für Bildung und Sport, Alexandra Dinges-Dierig, statt.

Täglich veröffentlichen die Schüler ihr Tagebuch von Bord im Internet unter www.meereswettbewerb.de.
Hinweis für Journalisten: Für die Begleitung der Forschungsexpeditionen steht ein kleines Kontingent an Plätzen für Tagesausfahrten zur Verfügung. Weitere Infos, aktuelle Fotos und Footage erhalten Sie jederzeit unter: 040 325721 0.


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